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Forum des Rockzirkus Let The Good Times Roll!
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Gunter Admin
Anmeldungsdatum: 08.10.2001 Beiträge: 688 Wohnort: Bochum

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Verfasst am: Do Okt 24, 2002 9:21 pm Titel: Was war der Auslöser? |
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Was war für euch eigentlich der Grund diese komische Rockmusik so gerne zu hören?
Für mich verursachten den ersten Schub die Stones mit Satisfaction, dann kam Winds Of Change von den Animals und dann dieser Sampler Blues Power.
Von allen diesen besungenen Typen auf Winds of Change musste ich mir eine Platte kaufen: Louis Jordan, Charlie Christian, Ray Charles, Bo Diddley u.s.w.
Danach kamen die Bands von Blues Power dran.
Und bei euch?
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beatnik Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 06.08.2002 Beiträge: 2852

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Verfasst am: Fr Okt 25, 2002 9:39 am Titel: Roots |
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Tja, bei mir fing das alles ziemlich "schräg" an. Mit so 8 Jahren habe ich von Mama eine Handorgel (ein "Schwyzerörgeli") bekommen. Und statt dass ich Schweizer Ländler einstudiert habe, spielte ich Creedence Clearwater Revival Songs dazu, natürlich in bestem "schäng-dideräng"-englisch!!
Die Radio-Hitparade habe ich ziemlich ignoriert, bei mir war das erste, richtige Musikerlebnis am Fernsehen: Beat Club.
Die erste Single, die ich mir von meinem Taschengeld kaufte, war "Virginia Plain" von Roxy Music, die erste LP "Lion's Share" von Savoy Brown. An die erinnere ich mich noch gut, weil die so'n Gimmix-Cover hatte, wo man dem Löwen auf'm Cover den Kopf lüpfen konnte (US-Pressung).
Am meisten beeinflusst (auch für mein späteres Musikschaffen) haben mich der Progressive Rock (aber nicht die sattsam bekannten Luschenbands, sondern eher so Bands wie Gracious, Warhorse, John Dummer Band, Neon Rose, Indian Summer, Shape of the Rain, Roger Sutton's Riff Raff, Edgar Broughton Band usw.), aber auch der Countryrock der frühen Siebziger (so Sachen wie Boyer/Talton's Cowboy, Doug Sahm, New Riders, Ozark Mountain Daredevils).
Da ich Jahrgang 59 trage, bin ich halt ein Kind der so ewig gescholtenen Siebziger. Trotzdem verstehe ich auch heute noch einen Marc Bolan als Genie, einen Jobriath Boone als DEN Avantgarde-Künstler, den Progressive Rock als Wegbereiter aller Phantasien und Tüfteleien im Musikschaffen und schliesslich das T-Shirt als Ausdruck der Punk-Schmuddeligkeit, was dazu führte, dass ich bis zum heutigen Tag noch nie ein Hemd mit Kragen getragen habe, niemals auch im entferntesten daran gedacht habe, mit Musikmachen aufzuhören und noch immer "landkommunenmässig" in einem alten Bauernhaus mit viel Kinder-Space und allerlei Getier wohne.
In diesem Zusammenhang immer wieder erfreulich ist die Tatsache, dass gerade die jüngere Generation dadurch eine heute ziemlich in Vergessenheit geratene Art zu leben neu entdeckt, sich alte Bands reinzieht und sich insgesamt sehr offen für diese (alternative ?) Lebensweise zeigt. Ich glaube, diese Aufgeschlossenheit hatten wir selber damals nicht.
Übrigens: dieser mysteriöse Typ namens Graham Bond war für mich auch stets eine der interessantesten Persönlichkeiten in der Rockmusik. Vom Blues "Graham Bond Organisation" (affengeil!!!), über seine Progressiv-Zusammenarbeit mit Pete Brown (dem Texter u.a. für "Cream"!!) bis hin zu seinen verworrenen Esoterik-Projekten ("Holy Magick") und dem letztlichen Vor-den-Zug-schmeissen-Selbstmord.
Rockin' Regards
Beatnik
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Dr. Feelgood Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 30.04.2002 Beiträge: 1581 Wohnort: Osnabrück

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Verfasst am: Sa Okt 26, 2002 12:26 am Titel: Am Anfang... |
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gab es nur Schlager aus dem Radio: Freddy, Ronny, Bernd Spier oder Gerd Böttcher. Dann mischten sich die ersten Beat-Scheiben darunter. Meine erste Single war 'Skinny Minny' von Tony Sheridan. Darauf folgten die Stones, Beatles, Who, Manfred Mann etc. Die erste LP war von den Kinks: 'Something Else by the Kinks'. 'Live at Kelvin Hall' musi mit dem Wecker-Cover wurde danach angeschafft. Einen Fernseher hatten wir noch nicht, aber der Beat-Club wurde regelmäßig bei den Nachbarn angeschaut. Unvergessen: Die erste Folge mit den Yankees (Halbstark). CC
Irgendwann entdeckte ich dann im Plattenladen 'That's Underground', und war völlig begeistert. Pop Revolution, The Blues, The World of Blues Power, Blues News und wie sie alle hießen, wurden danach gekauft und ich wurde zum lebenslänglichen Rocker verurteilt.
bier
kelvin.jpg
1063 mal
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otisbrianjimi... Fast Profi Rocker

Anmeldungsdatum: 11.02.2003 Beiträge: 29

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Verfasst am: Do Feb 27, 2003 11:56 pm Titel: |
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toller beitrag (mal hochschieb :D )
also meine anfänge wie bei dr. feelgood (schon wieder :D ).
dann "tell me , under the boardwalk " , und ich war gefangen.
69/70 dann der hammer mit "whole lotta love", "paranoid" , "black night"
und um mich war´s geschehen. seither hardrockfan, auch bluesig wie
rory (taste).
erste single : i´m a boy , lp: aftermath
otis...
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Jerry Garcia Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 22.01.2003 Beiträge: 1223

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Verfasst am: Fr Feb 28, 2003 4:27 pm Titel: Es war einmal... |
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ein Einstieg mit 14 Jahren und Status Quo. Dann kam gleich ganz heftig Deep Purple (und blieb so ne heimliche Liebe), die New Wave Of Heavy Metal Anfang der 80er (heimliche Liebe aus der Zeit Iron Maiden), dann war mir das alles nicht kompliziert genug und ich bin erstmal zum Jazz.
Da ich 1982 mit 18 Jahren gerade Elric von Melnibone von Michael Moorcock gelesen hatte, Jazz mir auf die Dauer zu wenig Dampf hatte und 1985 eine nette Bande von Space Kadetten aus ihrer silbernen Maschine mal kurz ausstiegen um eben diesen Elric zu vertonen und auch gleich Autor Moorcock mit ins Boot nahmen (wie ich später rausfand ja auch nicht zum erstenmal) und ich eh ein Science Fiction Fan war (und bin), hab ich mich mal ausführlicher mit diesen Herren beschäftigt.
Hawkwind plus Deep Purple plus Iron Maiden, die sich in Interviews auch immer auf Bands der 70er bezogen (Golden Earring, Nektar, Jethro Tull etc.) ergaben etwas in der Art von "ich sollte mich mal mit den 70ern näher beschäftigen". Das tat ich dann auch recht intensiv. Tull und Anfang der 90er dann die Dead sind mir da so richtig ans Herz gewachsen (zusätzlich zu den Hawks die für mich nach wie vor zu den Größten gehören). Die Deads wegen ihrer Entspanntheit, Virtuosität, Attitüde und dem ganzen Hippie-Drumrum - Tull wegen diesem durch und durch englischem Feeling in allem was sie machen. Strong identitiy !
Dann kam die Suche nach all den "kleinen" Bands und Künstlern der 70er und da bin ich dann ganz wie Beatnik über Repertoire bei vielen Vertigo Swirl, Neon und anderen Menschen hängengeblieben.
In den 90ern kam dann noch so allerhand dazu. Worldmusic, vor allem afrikanisch, indisch, arabisch, TripHop wegen diesem modern bekifftem Gefühl und sogar teilweise Psychedelic Techno-Trance der ja von Hawkwind ne Menge gelernt hat (inzwischen auch umgekehrt).
Blues mochte ich von Anfang an immer in allen Schattierungen und da hat mich - !!! Nachtrag zur 80er Debatte!!! - Stevie Ray so richtig wieder dafür entflammen können. Nachdem mir Jimi und Jerry weggestorben sind ohne dass ich ihnen Hallo sagen konnte, hab ich wenigstens Rory und Stevie Ray live mal genießen dürfen.
Folk gefällt mir durch seine Ursprünglichkeit im Gefühl und inzwischen durch seine verlorenen Scheuklappen was Innovationen betrifft. Man höre mal nach Skandinavien !
Ja und die ganze Psycho und Prog-Geschichte hatte ich ja an anderer Stelle schon erwähnt. Allgemein bin ich immer neugierig auf Musik, inzwischen fast egal aus welcher Richtung und welchem Jahrzehnt - nur die 80er sind da halt wenig fruchtbar. Hauptsache die Musik ist nicht unter nem Kommerz-Gesichtspunkt entstanden. Meine Sinne in der Richtung wurden unter fast 6 Jahren BMG-Tätigkeit gut geschärft.. Wer da war weiß wie Plastik-sch.. riecht.
Ausführlich, aber hoffentlich für euch interessant
Jerry
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Helios Fast Profi Rocker

Anmeldungsdatum: 30.03.2003 Beiträge: 21

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Verfasst am: Sa Apr 12, 2003 2:54 pm Titel: |
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Einen Auslöser gab es bei mir eigentlich nicht,es hat sich einfach so ergeben.Als ich 9 war,habe ich einen Spulen-Tonband-Recorder bekommen,ich habe einfach vom Radio alles mögliche aufgenommen,im Laufe der Zeit habe ich festgestellt,daß ich ohne Musik nicht leben kann.
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hector13 Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 16.02.2003 Beiträge: 248

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Verfasst am: Sa Apr 12, 2003 7:22 pm Titel: wie,wann,wo ? |
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sehe das sich die Geschichten ähnlich sind ! Bei mir wars eigentlich
auch so
Anfangs hörte ich Radio, immer am Montag-Abend kam die Hitparade
auf "Beromünster"(war das einzig Deutsch-sprachiges Radio) in der
Schweiz ! Alternativen gabs für mich keine, denn ich bekam erst
mit 13 Jahren einen Mono-Plattenspieler mit Box im Deckel !
Freute mich natürlich ungemein :D und dann ging es los !
Die erste Single die ich kaufte war "Join'Together" von den Who und
wenig später von Ten Years After "A Space In Time" als Langrille
und schon ging es dann los mit Konzerten wie z.B. Status Quo, Black
Sabbath, Uriah Heep und für mich wie sich herausstellte wegweisend John Mayall mit seinen Bluesbreakers ! Das war ein Erlebnis, für mich
wie ein !!!!
Als ich in Zürich die Lehre begann, wohnte ich in einem coolen
Lehrlingshaus, wo ältere "freakige"Jungs mir zeigten WAS es so
an gutem Sound gibt : J.Geils, Grateful Dead, Doors und nicht zu
vergessen Humble Pie und Muddy Waters
Seit dieser Zeit interessierte ich mich so richtig für guten, abgefahrenen
und krachenden Sound
Trieb mich in Lokalen rumm wo solche Musik lief, besuchte jedes nur
mögliche Konzert und legte mir eine Platten-Sammlung zu
Daran hatt sich bis Heute nichts geändert ausser das auch ich
irgendwann auf CDs wechselte, obwohl am Anfang mit gemischten
Gefühlen, denn diese Schönen Covers fehlten mir schon und das
ist Heute noch so !
Bin aber doch froh über diesen Schritt, denn mittlerweile gibt es so
viel gutes und diverses, dass auf LPs nie veröffentlicht oder schlicht
und einfach nicht zu normalen Preisen zu haben war (Börsen etc.)
das ich es nicht mehr missen möchte
"Rockin' All Over the World & Shake Rattle'n Roll"
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Gerhart Schindler Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 23.01.2003 Beiträge: 226 Wohnort: München

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Verfasst am: Mi Aug 27, 2003 12:58 am Titel: |
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Na denn, dann will ich auch mal ...
Los gings damit, dass mein 5 Jahre älterer Bruder sich kurzfristig mit Schlagern beschäftigte (Manuela & Co.), bis dann eben der Riff von Satisfaction aus dem Radio drang. Mir war es verboten, mit ihm diese Musik anzuhören, also tat ich es heimlich.
Ich verstand keine Zeile, wusste aber, dass da was ganz aufregendes passiert und so wie ich am Radio klebte, bin ich eben an der Musik kleben geblieben.
Stones, Kinks, Spencer Davis Group ... dann aber eine neue Offenbarung: "forget the message, forget the lyrics ... just play" Cream !
Ich war damals sehr stark auf britischen Rock fixiert ... daher natürlich Hendrix (obwohl der ja ein Ami war), Led Zeppelin, Ten Years After ... Blues Rock eben.
Die Free waren mit "Allright Now" auf Platz 1 bei den "Schlagern der Woche" (hiess damals immer noch so).
Na ja, und dann ab 1970 wurde das Spektrum quasi täglich breiter: Savoy Brown, Chicken Shack, Humble Pie, Colosseum, Hardin & York, Emerson, Lake & Palmer ... die Ami-Szene kam dazu (Santana, Grand Funk Railroad) ... Focus, Alquin aus den NL ....
Mich interessierten zunehmend Bands, die nicht so sehr im Rampenlicht standen, weil die noch mehr Biss und Energie hatten.
Im Laufe der Zeit dann entdeckte ich die ganze Welt der Musik, näherte mich auch wieder der klassischen Musik an (speziell Barock-Musik und russische Komponisten), entdeckte Folk und Jazz, es war und ist eine Pracht !
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maranx Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 02.07.2003 Beiträge: 481

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Verfasst am: Mi Aug 27, 2003 3:12 am Titel: |
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Tja, und bei mir ging es auch erst mit Radio los. Habe damals mit einem Tonbandgerät alles mitgeschnitten, was rockiger klang als die ollen Schlager! Kann mich da an so Sachen erinnern wie Hitchin' A Ride von Vanity Fare, House Of The Rising Sun von Frijid Pink, I Her You Knocking von Dave Edmunds, Sabre Dance von Love Sculpture, T.Rex, Procol Harum, Ten Years After, Santana, etc. Vor ein paar Tagen erst die Bänder und das Tonbandgerät wiedergefunden! Mal schauen, ob noch alles funktioniert und was ich dann zu hören bekomme.
Danach ging es halt mit den "härteren" Bands weiter. Hatte diese ja schon mal aufgelistet. Klick hier ->
Die Blues-Szene war für mich auch ganz groß geschrieben! Da waren solche Musiker wie John Dummer's Blues Band (die original "Cabal" von 1969 habe ich heute noch!), Graham Bond Organisation, John Mayall, Clapton, Allman Brothers und wie sie alle hießen wichtige Initiatoren für meine musikalische Laufbahn als Harp- und Gitarrenspieler.
Habe mich aber trotzdem nie auf eine Richtung festgelegt. Heute beinhalten meine ca. 800 Schallplatten und die ca. 1000 CD's Musikstile aus allen Sparten. Einzige Ausnahmen: Gothik- und Heavy-Metall und Techno!
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Black Dog Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 10.08.2003 Beiträge: 1136 Wohnort: Planet Erde

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Verfasst am: Mi Aug 27, 2003 10:17 pm Titel: Re: Was war der Auslöser? |
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| Gunter hat folgendes geschrieben:: | Was war für euch eigentlich der Grund diese komische Rockmusik so gerne zu hören?
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Wenn ich das hier so lese von den übrigen, dann waren die Anfänge wohl überall gleich. Irgendwann und irgendwo hörst du das erste Rockriff und es war um dich geschehen.
Aber warum hat unsereinen nicht der Schlager infiziert ?
Sicher ne gewagte These, aber ich glaube, das ist so was wie Veranlagung oder ne Charakterfrage .
Das soll keine (Ab-)Wertung sein, nur ein Erklärungsversuch.
Ich glaube, es steckt in den Genen, auf welche Art von Musik man abfährt. ;)
Ich mach's kurz:
Mit 9 hab ich Radio Luxemburg entdeckt. Bis dahin hab ich vor der Musiktruhe gesessen und Schlager nachgesungen.
"Die großen Acht", so hieß die Sendung, kam immer samstags und brachte die deutschen Charts, fein säuberlich nach deutsch und ausländisch geordnet. Anfangs hab ich deutsch und ausländisch noch gleichermaßen gemocht, aber die Gewichte verschoben sich.
Wenn ich mich richtig erinnere, waren die ersten Songs, die haften blieben, irgendwas von CCR und, komischerweise, Song Of Joy von Miguel Rios (ne verpoppte Version von Beethovens 9ter)
Danach war's passiert. Die ZDF-Hitparade und jeglicher weitere Schlagerfonz konnte mir gestohlen bleiben. Sehr zum Ärger meiner Eltern.
Die konnten mit dieser Hippie-Musik nix anfangen.
Tja.. dann kam Glamrock T.Rex, Sweet + Co), die ersten eigenen Singles...
dann kam "Fireball".. jetzt war alles zu spät. ;)
Ja, was soll ich sagen, ich bin auf Entdeckungsreise gegangen, hab in allen Genres gestöbert. So hab ich heute einen ziemlich breitgefächerten Geschmack... Schwerpunkt ist Rock, in allen Variationen.
Da gibt es bei mir keine Berührungsängste.
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Mellow Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 30.01.2003 Beiträge: 1391 Wohnort: zurich highland

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Verfasst am: Do Aug 28, 2003 12:09 am Titel: Es war einmal... |
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Tja, die Schlager-Singles der grossen Schwester, Peter Hinnen, Drafi, Roy, Manuela und Demis, die hörte ich natürlich auch mit.
(Siehe dazu geschlossene Abteilung: Lösung Nr. 168 : 1...2...Trio)
Im zarten Alter von 10 oder 11 ('71/'72) stiess ich dann aber auf diese abgefahrene Teufelsmusik die sich mein Bruder zu Gemüte führte. Zum Beispiel Taste's "Live At The Isle Of Wight" und "Great Hits" von den Stones. Das ist mir in Knochen gefahren und hat sowas wie 'ne geistige Explosion ausgelöst. Initialzündung sozusagen. Ich mochte dieses giftige Gebräu vom ersten Ton an, unserer Mutter gefiel es weniger! Dann ging der Glamrock los und neben Slade, Sweet, Bolan und Cooper standen bei mir schon bald gleichberechtigt LP's von Black Sabbath, Purple, Jethro Tull, Hendrix, Humble Pie, Zeppelin, Focus, Golden Earring und Lucifer's Friend im Stapel. Faszinierende Klänge die es da zu entdecken gab. Und natürlich musste ich zeitgleich die 60er die ich knapp verpasst hatte, aufarbeiten: Stones, Beatles, Yardbirds, Pretties, Animals, Who, Small Faces, Amen Corner, oftmals auf Musikkassette weil die billiger waren als LP's. Das war wirklich aufregend, du wusstest nie, welcher Virus dich als nächstes befallen würde! Als Teenies mangelte es uns natürlich dauernd an Kohle und so lieh man sich die Platten untereinander aus um sie auf Kassette zu überspielen. Da hatte man schon bald 'mal ganze Schuhkartons voll von diesen Tapes.
Dann kam ab 1976 die Epoche "Rosenbergers Plattenladen" und die Welt war nie mehr die gleiche wie zuvor. Der Plattenladenbesitzer öffnete mir die Augen für die amerikanische Seite der Musik und dann war es echt um mich geschehen.
Es folgte die Lehre und gleichzeitig die erste "richtige" Rockband als Vehikel für musikalisch/geistige Grosstaten. Der Wechsel von Gitarre zu Bass. Aus "Speedwagon" (früherer Spitzname) wurde "Mellow". Ich wurde zu einem musikalischen Untergrundkämpfer der glaubte die Welt vor Disco-Schundmusik retten zu müssen und kämpfte eine zeitlang Seite an Seite mit den Punks dagegen an. Ich lebte nur noch für die Musik. Rock, Punk, New Wave, Folk, Blues, Soul, Jazz, Funk, Fusion.
Das Spektrum wurde immer grösser und in jeder Sparte fanden sich Lieblinge.
Das Ganze war/ist eine Sucht die einen nicht mehr loslässt.
Nie mehr.
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Black Dog Experte des Rockzirkus

Anmeldungsdatum: 10.08.2003 Beiträge: 1136 Wohnort: Planet Erde

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Verfasst am: Do Aug 28, 2003 11:05 pm Titel: Re: Es war einmal... |
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| Mellow hat folgendes geschrieben:: | Und natürlich musste ich zeitgleich die 60er die ich knapp verpasst hatte, aufarbeiten: Stones, Beatles, Yardbirds, Pretties, Animals, Who, Small Faces, Amen Corner, oftmals auf Musikkassette weil die billiger waren als LP's. Das war wirklich aufregend, du wusstest nie, welcher Virus dich als nächstes befallen würde!
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Exactement !
Die Gegenwart erkunden und parallel dazu die Vergangenheit aufarbeiten.
Außerdem sag ich nur.. Spulentonband Uher 157 (Oder so ähnlich)
Mein bester Kumpel, mit dem ich viele LPs zwecks aufnehmen getauscht habe...
wir haben uns regelrecht abgesprochen, wer denn nun welche LP kauft, damit es keine unnützen Doubletten gab *g*
... der hatte ne richtige Stereroanlage.. und ich hab meinen Kofferplattenspieler (quasi mono selbstverfreilich, da nur ein Lautsprecher vorhanden) mittels Überspielkabel und meinem Grundig-Radiocassettenrecorder zur Stereroanlage ausgebaut. :D (Zweiter Lautsprecher ! *g*)
Die Record- und Pausetaste von besagtem Grundig haben es mir allerdings nicht gedankt. ;)
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Rockman60 Gast
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Verfasst am: Di Sep 16, 2003 12:25 pm Titel: Ich habe 1956 das Radio angemacht |
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.. und Heartbreak Hotel gehört.
So eunfach kann man zum Rock'n Rollsänger werden.
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grimbsel Neuling

Anmeldungsdatum: 11.06.2004 Beiträge: 51

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Verfasst am: Mi Jun 30, 2004 9:18 pm Titel: AFN im Radio |
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Tja bei mir war's AFN im Radio, wenn die Eltern vorm Fernseher saßen.
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Mike Reingestolpert

Anmeldungsdatum: 16.07.2004 Beiträge: 5

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Verfasst am: Mo Jul 19, 2004 5:18 pm Titel: |
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Was war denn bei mir der Auslöser? Huch, das ist eine schwierige Frage, aber ich glaub, ich weiss, wo alles angefangen hat:
Das war vor ca. 3 1/2 Jahren, damals war es "in", Hippie-Sound zu hören. Weil ich damals solche Modeerscheinungen noch mitmachte, war mein PC auch gefüllt mit Hippie-Songs. Schnell aber merkte ich, was mir wirklich gefiel, ich wollte möglichst viel Gitarre. Und ab da an entfernte ich mich musikalisch immer weiter von den anderen in meiner Klasse. Das fing mit Creedence Clearwater Revival an, wechselte in die Country-Rock-Garde zu den Kentucky Headhunters und nach einigem Herumstöbern im Internet wurde ich auf die Georgia Satellites aufmerksam. Und das war dann die Zeit, wo ich zum ersten Mal den Begriff "Southern-Rock" hörte. Ich sammelte (und sammle) die CD's von Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers Band, The Outlaws, Great Southern und, und, und. Durch die Allman Brothers Band kam ich auf den jazzigen Jam-Rock, was heute eigentlich meine bevorzugte Ecke ist. Bis jetzt hat sich das Niveau meiner Musikgeschmäcker immer gesteigert, nun bin ich aber an einem Punkt angelangt, wo ich mir eine Niveau-Steigerung nur noch schwer vorstellen kann. Ich glaube aber, dass ich mit meinen 19 Jahren das Repertoir in dieser Musikrichtung noch lange nicht ausgeschöpft habe.
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